Großartige KUP-Erntedemonstration in Engen-Welschingen

Hoher Besucherandrang und beeindruckende Ernteverfahren

 


Großes Interesse beim Schmidt-Gehölzmähhäcksler

Am 12.02.2011 fand in Engen-Welschingen die erste Ernteveranstaltung von Kurzumtriebsplantagen im Rahmen der vom BMELV und der FNR geförderten Bioenergie Region Bodensee statt.

Rund 300 Besucher folgten der Einladung von solarcomplex AG aus Singen, der Clean Energy GmbH aus Radolfzell und der Brüder Werner und Norbert Kohler, Betreiber des Bleichehofs in Welschingen.

Die Demonstration fand auf einer knapp vier Hektar großen, mit Pappeln bestockten Fläche statt. Ziel der Veranstaltung war es verschiedene Ernteverfahren gegenüber zu stellen und interessierten Landwirten und Kurzumtriebsplantagen-Besitzer Hinweise und Entscheidungsgrundlagen zu liefern. Die Entscheidungskriterien können dabei sehr unterschiedlich ausfallen.

Diese Kriterien wurden unter den Teilnehmern am Bleichehof in Welschingen intensivst und ausreichend diskutiert. Umfassendes Wissen aus Forschung und Lehre traf an gleicher Stelle auf Praktiker vor Ort. Durch dieses Vernetzen wird das Thema KUP in der Bioenergie-Region Bodensee und auch darüberhinaus weiter vorangebraucht.  


Bewährtes und verfügbares System, der Fäller-Bündler

Bei der Ernte wurden drei verschiedene Ernteverfahren vorgestellt. Das aus dem Forst bekannte Fäller-Bündler-System, sowie die für Kurzumtriebsplantagen speziell entwickelten Anbau-Gehölzmähhäcksler und Vollerntemaschinen. Die Verfahren unterscheiden sich in dem Punkt, dass bei dem erstgenannten die Bäume lediglich gefällt, gebündelt und am Feldrain bis zur Hackschnitzelerzeugung gelagert werden. Größter Vorteil ist die kostenlose und wertsteigernde Trocknung der Ganzbäume während des Sommers. Bei den beiden zuletzt genannten Verfahren werden die Bäume in einem Arbeitsschritt gefällt und gleichzeitig gehäckselt. Diese Erntesysteme können Bäume bis zu einem Durchmesser von 12cm problemlos direkt zu Hackschnitzeln verarbeiten. Beim Fäller-Bündler-System kam ein konventioneller Forsthacker (Durchlass bis 43 cm) zum Einsatz.

Weitere Alternativen, wie z.B. der Ballernernter "Bio-baler" oder der Ganzrutenernter "Stempster", wurden als verfügbare Systeme in der Theorie vorgestellt und unter den Teilnehmer in Ihre Diskussionen und Erörterungen einbezogen. Selbstverständlich wurden auch die erzeugten Hackschnitzelqualitäten kritisch beurteilt und hinsichtlich ihrer Eignung für entsprechende Anlagen eingestuft.

 

 
Der John Deere Gehölzmähhäcksler